Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Biozentrismus | Anthropozentrismus

Sehr abstrakt, aber eine Überlegung wert

Man kann es natürlich unendlich kompliziert machen, so dass es kein Mensch mehr versteht, oder damit man sich einen intellektuelleren Anstrich gibt. Dabei ist es ganz einfach:
Der Anthropozentrismus stellt den Menschen in den Mittelpunkt allen Seins, ins besondere des Lebens auf der Erde, gewissermaßen als „Krone der Schöpfung“.

Der Biozentrismus dagegen sieht den Menschen nur als einen Teil einer Gesamtheit. Natürlich reden wir hier von einem ethischen Modell, denn wenn wir uns nur als einen Teil vom Ganzen sehen, dann können wir auch nicht einfach über den Rest bestimmen. Das fängt schon bei Kleinigkeiten, wie dem Essen zum Beispiel an. Wenn ich mich als gleichbedeutend, gleichwertig allen anderen Lebewesen gegenüber verstehe, dann muss auch die Frage gestattet sein, ob ich denn tatsächlich auch das Recht habe ein anderes Leben zu nehmen, um mir selbst Gaumenfreuden zu bescheren.

Wie sehe ich mich als Mensch in der Verbindung zum Rest der Welt? Wie wichtig bin ich? Das sind Fragen, die jeder für sich beantworten muss, aber sicherlich sähe die Welt ganz anders aus, würden wir nicht in einer christlich geprägten Umgebung leben, die den Menschen als Mittelpunkt sieht.

Wobei es in den meisten Religionen keinen Zweifel daran gibt, dass der Anthropozentrismus vorherrscht und der Mensch meistens ein Ebenbild Gottes ist. Die wenigen Ausnahmen muss man suchen und wird eher in den östlichen Religionen fündig. Der Anthropozentrismus geht davon aus, dass jedes ethische Modell von Menschen gemacht wurde und insofern ein menschliches System darstellt, welches nur ausgehend vom Menschen zu verstehen ist. Hier wird noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob und inwieweit der Mensch wichtiger, oder unwichtiger als andere Lebewesen zu bewerten ist.

Die zweite Ebene ist eine moralische. Der moralische Anthropozentrismus setzt in der ethischen Diskussion den Menschen als das wichtigste Element einer Ethik. Umweltschutz, Tierschutz u. ä. sind zu verstehen als Normen, die für den Menschen sinnvoll sind. Aber eben nur sinnvoll, sollte der Mensch in Teilen zu der Überzeugung kommen, dass er anders handeln muss, dann stellt er seine Handlungsweise und sein Weltverstehen IMMER über den Rest. Sehr zum Leidwesen der Tiere und auch des Umweltschutzes.

Die Schnabeldoktoren sind Hyprid-Wesen:

Halb Mensch, halb Tier, sie müssen sich nicht entscheiden, ob sie BIOzentrisch denken, oder ANTHROpozentrisch, denn es versteht sich von selbst, dass sie sich niemals außerhalb ihrer Welt verstehen können. Glaubt ihnen, denn nur basierend auf diesem Weltverständnis ist es möglich, dass wir gemeinsam mit allen anderen Geschöpfen dieses Planeten eine Einheit bilden können, die für das allgemeine Überleben sorgen kann. Das bedeutet aber auch, dass wir Menschen von unserem hohen Ross runter müssen, nicht Reiten ist angesagt, sondern Zusammenarbeit.

Um ein Beispiel zu geben:

Es wird nicht ausreichen in der Klimafrage auf Regenerative Energien umzusteigen, Wind, Sonne, Wasser. Wir Menschen müssen auch unseren Energieverbrauch generell überdenken und das weltweit. Deutschland steht mit seinem Energieverbrauch unter den ersten 10 Lndern mit dem größten Energieverbrauch. (Quelle Wikipedia). Das ist kein Wunder, schauen wir uns unsere Industrie an. Gezählt ist hier nur der direkte Energieverbrauch, doch wir sind natürlich auch mit verantwortlich für den Energieverbrauch, der weitaus schmutziger produziert wird, als in unserem eigenen Land, indem wir engste Beziehungen mit Asien haben. Wir machen uns mitschuldig an der dortigen Umweltverschmutzung, können unsere Hände nicht in Unschuld waschen, nur weil wir den Dreck nicht im eigenen Land haben.

Wie sieht nun die biozentrische Lösung aus?

Runterfahren, Energie sparen, unsinnige Industrien ersetzen durch Unternehmen, die in das biozentrieche Weltbild passen. Sollte uns das nicht gelingen, passiert dasselbe wie wenn wir versuchen die Schnabeldoktoren von ihrer animalischen Seite zu trennen:

Es wird nicht viel übrig bleiben außer Pein und ein paar Federn!

Wikipedia

Der Biozentrismus ist ein ethisches Modell, das allem „Lebendigen“ einen ethischen Eigenwert zuordnet. Ist dieser Eigenwert für alle Entitäten derselbe, also ohne Abstufung, spricht man von einem radikalen Biozentrismus oder egalitärem Biozentrismus, andernfalls von einem hierarchischen beziehungsweise schwachen Biozentrismus.