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Von der Rolle

Was macht man, wenn am Sonntag zu viele Menschen unterwegs sind?

… und man sich unbedingt aufs RennRad schwingen möchte?

Generell ist es ja eine ganz tolle Sache, wenn immer mehr Menschen sich wieder in die Natur wagen. Okay, vielem ist der Tatsache geschuldet, dass sich gefühlt die halbe Welt in Quarantäne befindet, aber man kann zumindest in dieser Sache auch etwas Interessantes feststellen: Ich habe schon sehr lange keine Eltern mit Kindern mehr im Wald am Bach Staudämme bauen sehen.
Unmengen Fußgänger sind unterwegs, ein Großteil der Bevölkerung scheint eine ganz neue Lust am Fahrradfahren entdeckt zu haben. Schön wäre es natürlich, wenn das Auto nicht nur in solchen Krisenzeiten auf dem Parkplatz stehen bleiben würde, sondern auch in der Nach-Pandemie-Zeit.

Wir Pestärzte haben natürlich grundsätzlich das Problem, dass wir uns zum einen zu verheddern drohen mit unseren langen Mänteln und zum anderen sehen wir ja fast nichts. Der Schnabel ist im Weg, man schwitzt, erschreckt Leute, da helfen auch die Tinkturen in den Schnäbeln selbst nichts, im Gegenteil, da sammelt sich dann nur die Feuchtigkeit. Also muss ein anderer Plan her.

Der Onkel Pest-Doktor empfiehlt sowieso ja grundsätzlich mehr und regelmäßige Bewegung für alle Menschen, das beugt den Krankheiten vor und erhält die Gesundheit.

Nun ist es aber ins besondere an den Wochenenden so, dass da einiges einer schnellen sportlichen Betätigung einiges im Wege steht: Menschen nämlich.

Große und kleine und manchmal auch komische Vierbeiner, die ein seltsames Eigenleben entwickeln und nicht geradeaus laufen, sondern einfach so quer über die Straße. Wie soll man mit unverantwortlicher Geschwindigkeit durch die Gegend rasen können und endlich mal die Straßen und Wege ausnutzen, um das neue (oder alte) Rennrad auszuführen, wenn ständig Kinder in den Weg laufen, Hundeleinen sich über die Wege spannen, oder verliebte Paare durch die Gegend torkeln? Von den äußeren Einschränkungen der Pestärzte mal ganz abgesehen, wie oben bereits erwähnt.

Das passiert ja im Moment allüberall, die Leute, die alleine unterwegs sind, haben Schutzmasken an und sehen noch weniger als sonst, wenn zwei Blinde aufeinandertreffen, dann kann das schnell ins Auge gehen.

Aber die Pestärzte wären keine Pestärzte, wenn sie nicht auch dafür ein Rezept hätten:
Fahrt auf der Stelle Fahrrad!!

Damit meinen wir natürlich sofort, unverzüglich auf der einen Seite, aber auch AUF-DER-STELLE, also ohne dass ihr euch fortbewegt. Geht das? Ist das ein Hirngespinst? Oja, und wie das geht! Man benötigt dazu einen Rollentrainer, das ist so ein mechanisches Wunderwerk mit Rollen, darauf wird das Rad gestellt und – schwupps – kann man die schönsten Touren nahezu blind absolvieren. Probiert es aus, die Investition lohnt sich, nicht nur in Zeiten der Pest, in der man tunlichst die eigenen vier Wände nicht verlassen sollte, sondern auch in der Nach-Pest-Zeit wenn es regnet, man nicht so viel Zeit hat, oder einfach nebenher noch etwas anderes machen möchte: Ein Buch lesen, Gemälde betrachten, was auch immer.
Klingt komisch, geht aber.
Hier unsere Tipps dazu: